Goldenes Tor, Feodosia
Bei Sewastopol
Simeys
Bergsee
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Die Halbinsel Krim, früher auch Taurische Halbinsel genannt, liegt im
äußersten Süden der Ukraine. Sie wird vom Schwarzen und vom
Asowschen Meer umspült. Mit dem Festland ist sie lediglich durch die
zwischen 8 und 22 km breite Landenge von Perekop verbunden. Die Krim nimmt eine
Fläche von ungefähr 26 000 km² ein ( zum Vergleich: Belgien ca.
30 500 km²).
Landschaft, Klima, Flora und Fauna
Der größere, nördliche Teil der Krim ist ein fast ebenes Flachland,
das zum Süden hin in Gebirge übergeht. Im südlichen Teil liegen
stark zerklüftete Berge. Drei Bergketten bilden von Westen nach Osten
einen 50 km breiten Streifen. Die Süd- oder Hauptkette liegt 1200 bis 1500
m ü.d.M. Ihr höchster Punkt ist der Gipfel des Roman-Kosch (1545 m).
Der bis zu 500 m hohe Küstenteil des südlichen Hanges der Hauptkette,
der sich fast 200 km von Kap Aja im Westen bis zum Berg Kara-Dag im Osten
erstreckt, wird als Südküste der Krim bezeichnet. Dieser
Küstenstreifen ist zwei bis acht Kilometer breit.
Auf der Krim gibt es nur wenige Flüsse, und diese sind
verhältnismäßig klein. Die entspringen an der Nord- und
Südabdachung der Hauptkette. Der größte von ihnen, der Salgir,
fließt in seinem Hauptteil durch das Flachlandgebiet und mündet ins
Haff Siwasch, auch "Faules Meer" genannt. Einige Flüsse, die den
südlichen Hang der Berghauptkette hinunter ins Schwarze Meer
fließen, beginnen mit Wasserfällen ( Utschan-Su, westlicher Ulu-Uzun
u.a.). Im Flachlandgebiet der Krim gibt es zahlreiche Salzseen (im Bereich der
Landenge von Perekop, bei Kertsch, Jewpatoria und Saki) sowie
Mineralthermalquellen.
Die geographische Lage, die Landschaft und der Einfluß des Schwarzen Meeres
bestimmen das Klima auf der Halbinsel. Das Klima des nördlichen
Flachland- und Steppengebietes gleicht dem der Nachbargebiete der
südlichen Ukraine. Der Sommer ist hier heiß, Schneefälle und
Frosttage im Winter sind häftig.
Besonders angenehm ist das Klima an der Südküste. Die Hauptkette des
Krimgebirges schützt sie vor dem Eindringen kalter Luftmassen aus dem
Norden. Das Meer erwärmt die Luft im Winter und mildert die Hitze mit
kühlen Brisen an heißen Sommertagen. Der Winter ist mild und feucht.
Die Durchschnittstemperatur im kältesten Monat, dem Februar, beträgt
in Mischor 4,1, in Jalta 3,5, in Aluschta 2,4°C. Die Durchschnittstemperatur im
Juli und August liegt bei etwa 25°C. Das Wasser im Küstengebiet
erwärmt sich in diesen Monaten auf 23 bis 24°C. Die durschnittliche
Jahresniederschlagsmenge beträgt 556 mm (zum Vergleich: in München
910 mm). Jalta hat - ähnlich wie die Französische Riviera -
durchschnittlich 2300 - 2400 Sonnenstunden im Jahr (Nizza etwa 2300). Die
Badesaison dauert von Mitte Mai bis Mitte Oktober.
Die
Flora der Krim ist sehr vielfältig. Im Steppengebiet der Halbinsel werden
vorwiegend Getreidekulturen (Weizen, Mais, Gerste, Hafer, Reis) angebaut.
Darüber hinaus ist dieses Gebiet weithin bekannt als Lieferant äthischer
Öle. Es werden dort Rosen, Lavendel, Salbei, Jasmin, Hyazinthen und andere
aromatische Pflanzen gezogen. Auch Sonnenblumen werden viel angebaut.
Große Flächen nehmen Obst- und Weingärten ein. Die
Berghänge sind mit wenigen Ausnahmen bewaldet (Eichen, Ahorne, Eschen,
Büchen, Linden, Weißbuchen, Eiben, Wacholderbäume u.a.). An der
Südküste, in der subtropischen Zone, gedeihen u.a. Palmen, Zypressen,
Kastenien, Magnolien, Zedern, Oleander, Lordbeer, Tannen, Kiefern, Fichten,
Korkeichen, Platanen, Oliven- und Mandelbäume. Auch hier gibt es viele
Obstgärten und Weinplantagen. Außerdem wird Tabak angebaut.
Die
Fauna der Krim ist vielfältig; vor allem Krimhirsche, Rehe, Wildschweine,
Mufflons und Gebirgsfüchse leben in den Bergwäldern. An der
Südküste gibt es Igel, Spitzmäuse und Fledermäuse.
Bisweilen begegnet man auch hier Rehen und Hirschen. An der Krimküste gibt
es viele Möwen; hier überwintern Wasservögel.
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